SpVgg Döbra - Frauen- und Mädchenfussball


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Quali in Kronach

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SpVgg Döbra wirft Bayernligisten aus dem Turnier!

Am Samstag, den 03.01.2009 richtete die SV Reitsch im Schulzentrum in Kronach eines der vier Qualifikationsturniere zur Hallenbezirksmeisterschaft am 1.2.2008 aus. Aus dem BFV-Spielkreis Hof/Marktredwitz reiste die Mannschaft aus Döbra in folgender Besetzung an: M. Richter, K. Osel, S. Pohl, J. Saalfrank, K. Burjakow, R. Höger, E. Färber, S. Engelhardt und L. Stelzer. Trainerroutinier Peter Kupijai, der die Mannschaft zu Saisonbeginn übernommen hatte äußerte vor dem Turnier die vorsichtige Prognose, dass das Ziel Halbfinale heißt. Die Chancen seien aber schwer einzuschätzen, da man die gegnerischen Mannschaften, die alle in den Westligen des Bezirks spielen, kaum kennt. Von der Qualifikation wollte man nicht sprechen, da mit der SV Reitsch als Landesligist und der SpVg Eicha I die Favoriten auf die zwei Plätze eigentlich feststanden.
Etwas schleppend war dann zunächst auch der Turnierbeginn, aber der Sieg über die SV Neuses war doch eindeutiger als es der 1:0 Erfolg vermuten lässt. Nachdem die zweite Gruppenpartie souverän mit 3:1 gegen die SG Roth-Mainroth gewonnen wurde, begannen sich auch die Zuschauer aus Kronach für den unbekannten Gast aus dem östlichen Frankenwald zu interessieren, der für viele ein unbeschriebenes Blatt war. Auch der dritte Gegner aus Sonnefeld stellte keine Gefahr für die Bezirksligakickerinnen aus Döbra dar und so endete dieses Spiel 3:0. Im letzten Vorrundenspiel wartete mit der SV Motschenbach der vermeintlich stärkste Gruppengegner, aber die jungen Wilden um die bombensicher stehende Abwehrchefin Katharina Osel waren endlich auf Betriebstemperatur. Ein deutliches 6:0, bei dem sowohl Saalfrank als auch Burjakow drei Treffer markierten, machte nicht nur den mitgereisten Fans deutlich, das heute vielleicht mehr drin ist. Allerdings wartete im Halbfinale, für das man sich souverän als Gruppensieger qualifiziert hatte der unüberwindlich scheinende harte Brocken. Mit der SpVg Eicha stand den Frauen aus Döbra die momentane Spitzenmannschaft aus Oberfranken gegenüber, drei Ligen höher spielend und an diesem Tag bis auf einen Ausrutscher gegen Reitsch ohne Probleme bis ins Halbfinale durchmarschiert. So rechnete keiner der Anwesenden mit dem was dann passierte.
Döbra stellte sich nicht hinten rein und mauerte, sondern spielte von Beginn an engagiert mit und zeigte das es mehr als mithalten konnte. Ehe man sich versah hatte Stephanie Pohl einen Freistoß zum 1:0 verwandelt und ein erstes Raunen erschall in der Halle. Als dann Jasmin Saalfrank mit einem satten Schuss aus der Halbdistanz auf 2:0 erhöhte hatten die Spielerinnen aus Döbra die Unterstützung der Halle sicher. Es entwickelte sich das bis dahin beste Spiel des Turniers und Eicha benötigte einige Zeit sich von dem Doppelschlag zu erholen. Als dann der Anschlusstreffer zum 2:1 fiel erhöhte Kim Burjakow postwendend zum 3:1. Eine kleine Unachtsamkeit nutzten die Eichaer Stürmerinnen eiskalt drei Minuten vor Ende zum 3:2. Daraufhin begann ein wütender Sturmlauf Richtung Tor der SpVgg Döbra, der auch zu einem schön heraus gespielten Treffer zum 3:3 führte. Dieses Ergebnis hielt aber die Torhüterin Miriam Richter fest, als sie in den Schlusssekunden mit einer Glanzparade das mögliche 3:4 verhinderte. Die Halle hatte sich mittlerweile in einen brodelnden Hexenkessel verwandelt, denn die Sensation war zum Greifen nahe. Es kam zum Siebenmeterschießen zwischen dem vermeintlichen Nobody aus Döbra und dem klaren Favoriten aus Eicha. Es dauerte nicht lange bis auf beiden Seiten die fünf Schützen benannt waren und beide Trainer rechtfertigten ihre Wahl, verwandelten doch alle zehn Schützen ihre Siebenmeter. Was dann kam, war den meisten Zuschauern unbekannt, mussten doch nun die Torhüterinnen gegeneinander antreten. Miriam Richter für Döbra, die dieses Jahr erst von der U17 zur Vollmannschaft gestoßen war musste zuerst gegen die erfahrene Bayernliga-Torsteherin der SpVg Eicha antreten. Nach einem kurzen knackigen Anlauf verwandelte sie wie es schien sicher ins linke untere Eck. Aber zu früh gefreut, das Schiedsrichtergespann hatte den Ball noch nicht freigegeben und so musste der Versuch wiederholt werden. Nervenstark nahm Richter sich den Ball und vollstreckte ein zweites Mal platziert ins linke Eck. Alles schien nun auf ein Sudden Death zwischen den Spielerinnen hinzudeuten, da Eicha wie auch die meisten Zuschauer damit rechnete, dass die abgebrühte Torfrau des Bayernligisten sicher verwandeln würde. Diese hatte sich aber durch das zurückpfeifen und zweimalige sichere verwandeln ihrer Kollegin nervös machen lassen und vergab ihre Chance mit einem schwachen Schuss neben das Gehäuse. Nun kannte der Jubel keine Grenzen, bedeutete dies doch, dass sich die SpVgg Döbra erstmals für das Bezirksfinale qualifiziert hat und gleichzeitig, dass die momentane Nummer eins aus Oberfranken im Frauenfussball nicht teilnehmen wird. Im Finale zeigte sich dann, das Döbra viel Kraft und Substanz gelassen hatte und man verlor letztendlich mit 5:1 gegen den Tabellenersten der Bezirksoberliga aus Reitsch. Dies trübte die Freude über das erreichte aber keineswegs und es wurde noch länger mit den Fans gefeiert. Die SpVg Eicha zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte am Ende den Frauen aus Döbra zum verdienten Weiterkommen.
Die Bezirksmeisterschaft im Frauenfussball findet am 01.02.2009 statt und neben Döbra sind aus dem Kreis Hof noch der Landesligist 1.FFC Hof und der Bezirksoberligist FC Eintracht Münchberg qualifiziert.

Vorrunde in Gruppe A:
SV Neuses - SpVgg Döbra 0:1
SG Roth-Main/Mainroth - SpVgg Döbra 1:3
TSV Sonnefeld - SpVgg Döbra 0:3
SpVgg Döbra - SV Motschenbach 6:0

Tabelle Gruppe A:
1. Spvgg Döbra 13:1 Tore 12 Punkte
...

Halbfinale:
SpVgg Döbra - SpVg Eicha 9:8 (n. S.)

Finale:
SpVgg Döbra - SV Reitsch 1:5

-> Qualifiziert für die Bezirksmeisterschaft!!!

Torschützen:
Kim Burjakow 8 Tore
Jasmin Saalfrank 8 Tore
Stefanie Pohl 3 Tore
Sabrina Engelhardt 1 Tor
Miriam Richter 1 Tor
Regina Höger 1 Tor



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